Start der Ilzer Broncos: Vom Pegasus zum Ikarus!

Die Mitteilung über den Verbleib  in der Gruppe D der NHL Graz, die ihrerseits Existenzängste ob ihrer Wirkungsstätte in Hart durchzustehen hatte, ließ durchaus gemischte Gefühle bei den Ilzer Broncos aufkommen. Aber jedes Training in Hart und jeder Tag der uns näher zur Meisterschaft und dem Trainingslager brachte, steigerte auch die Vorfreude.

Und so konnte man vor dem ersten Spiel gegen die Timberwolves (vergangene Saison 1 Unentschieden und eine – glasklar erklärbare – Abfuhr!) durchaus Zuversicht in den Stallungen der Broncos ausmachen.

Coach Guttmann konnte auf Goalie Christian Fraiss zurückgreifen, der im Training schon gute Form bewiesen hatte.  Anycam König steht derzeit leider nicht zur Verfügung. Seine Broncos wünschen ihm  für seine Genesung alles Gute.

Vor Goalie Fraiss setzte der Coach auf Teddy Grabner, Tommy Wagner, den noch angeschlagenen Captian Pu Hackl, sowie den Wiedereinsteiger Bernd Timischl als Defense. Center gab neben dem Coach himself Chris Fink. Und die Flügelspieler Reinhold Fink, Herbertson Maier, Lucky Puffing (links) und Präse Herzig, Erka (rechts) sollten den Bronco wie einst den Pegasus in den Himmel steigen lassen.

Aber es ist schließlich das Zusammenspiel von Dynamic und Flügelschlag, das den (zunehmend fülligen) Körper  in die Lüfte heben soll.  Ob es nun die mangelnde Dynamic war, oder es am Flügelschlag lag – zu flatterhaft oder auch zu gemächlich ausgeführt  –  soll hier unbeleuchtet bleiben.  Bis zum Ende des zweiten Drittels sah es auch so aus als könnte er es schaffen – und abheben.

Den ersten Rückstand egalisierte Chris Fink. Wieder einmal eröffnete er den Reigen mit dem ersten Tor der Saison. Einem schönen noch dazu. Wohin der Schuss genau ging, konnte uns auch der Torschütze nicht sagen. Aber egal. Leider erwiderten die Wölfe Post wendend und gingen mit einer 2:1 Führung in die erste Drittelpause. Dramatisch dann der zweite Abschnitt. Die plötzliche 3:1 Führung der Wölfe glich Gutti mit zwei Toren aus (Assists Erka u Herbertson). Dann hieß es wieder 4:3. Doch Herbertson konnte mit einem ‚Schuss aus Knie’ nach Pu-Pass,  einer Fink-Finte und einer Aktion des Timber-Goalies die man durchaus als Assist durchgehen lassen kann nochmals zum 4:4 ausgleichen.

Nach zwei Überschlägen und einem leichten Wegdriften auf beide Seiten  während des Anlaufes war man versucht zu glauben, der Pegasus werde nun doch nicht auf seine am Boden schleifende Zunge steigen – und sich elegant in die Lüfte erheben.  Elegant auch der Bogenschuss von Captain Pu, den der gegnerische Schlussmann gerade noch im Zurückfallen von der Linie kratzen konnte, was die Zuversicht zudem nährte. Dies hätte dem ‚komischen Vogel’ wohl Flügel verleihen können. Ebenso wie das unmittelbar danach plötzlich entstandene 3 gegen 1: Aber Gutti blieb hängen – und so der Vogel am Boden. Wahrscheinlich hätte es das Fabeltier gleich danach auf die ‚Papn’ g’haut – aber der Timberwolves-Schuss ging nur an die Stange …. Und es blieb beim 4:4.

Das dritte Drittel musste nun die Entscheidung bringen.  Kopf oder Zahl.  Sieg oder Niederlage. Pferd oder Wolf. Wolf oder Sei -dachte sich möglicherweise der Coach: Beide waren aber leider nicht da!.

Und wenn man in der Nachbetrachtung nun daran denkt, dass die Broncos im letzten Abschnitt 3 (drei) Überzahlspiele machten, von denen sie 2 (zwei) mit einem Gegentor beendeten, kann man nur von einem ‚Schuss ins Knie’, einem Bauchfleck sprechen. Bei dem der stolze Pegasus,  zum Ikarus mutiert,  unsanft auf dem Boden der Realität sprich am Eis des Harter Ovals aufschlug, dass selbst Herberts-Dad das Würstel nicht mehr schmeckte.

Das schlussendliche 8:4 war somit echt bitter. Die spielerische Leistung aber etwas, auf dem man aufbauen kann, meinte der Coach. Vor allem, wenn man noch an jenen Feinschliff denkt, der auf dem kommenden Trainingslager in Budweis erarbeitet werden wird und die Broncos wieder auferstehen lassen wird, wie den Phönix aus der Asche!

Und das Einstandsbier von Bernd Timischl schmeckte trotzdem – go Broncos!

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